Die Entstehung und Entwicklung von Lanius

Das Modelabel Lanius wurde 1999 von Claudia Lanius in der Südstadt von Köln gegründet. In der Anfangszeit operierte das Unternehmen unter dem Namen „Lanius Köln“ und startete bescheiden mit lediglich fünf Mitarbeiterinnen in der Merowinger Straße. Es war der Gründerin ein Anliegen, die Stadt im Markennamen zu verankern, was ihre Verbundenheit zur Region verdeutlicht. Über die Jahre hat sich Lanius von einem kleinen Betrieb zu einer bedeutenden Marke im Bereich nachhaltiger Mode entwickelt. 2013 trat Claudia Lanius Tochter, Annabelle Homann, in das Unternehmen ein. Diese familiäre Verbindung zwischen zwei Generationen leistet einen wertvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg, da sowohl die Erfahrungen der Mutter als auch die innovativen Ideen der Tochter zusammenfließen.

Generationenwechsel und strategische Neuausrichtung

Die Zusammenarbeit zwischen Claudia Lanius und Annabelle Homann zeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven in das Unternehmensmanagement einzubringen. Durch den Generationenwechsel bringen beide unterschiedliche Blickwinkel ein: Claudia Lanius repräsentiert die bestehende Zielgruppe, während Annabelle Homann die zukünftigen Kunden anspricht. Homann, die direkt nach ihrem Abitur in das Unternehmen einstieg und ein duales Studium an der Alanus Hochschule absolvierte, bringt frische Ideen in die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Ein zentrales Element ihrer Arbeit ist der Onlinehandel, der mittlerweile 30 Prozent des Umsatzes ausmacht. Der Fokus liegt hierbei nicht nur auf dem Verkauf von Mode, sondern auch auf der Vermittlung von Wissen und Qualität.

Frauenpower im Unternehmen und der Branche

Im Unternehmen Lanius wird die Frauenpower sowohl in der Unternehmensstruktur als auch in der gesamten Branche deutlich. 2017 wurde Christian Rühl als Chefdesigner der erste männliche Mitarbeiter des Unternehmens, welches aktuell 55 Frauen beschäftigt. Diese Mitarbeiterinnen bringen teilweise Erfahrungen aus Praktika mit und haben sich zu essentiellen Stützen des Unternehmens entwickelt. Homann hebt hervor, dass Frauen in der Modebranche oft in der Mehrheit sind, da sie eine besondere Verbindung zu den Produkten aufbauen können. Ihre Multitasking-Fähigkeiten und die praxisorientierte Denkweise sind entscheidend für das Unternehmensklima und die kreative Gestaltung der Kollektionen.

Unternehmerische Werte und künftige Herausforderungen

Die Grundwerte von Lanius umfassen Nachhaltigkeit, hochwertige Qualität und sozial verantwortliches Handeln. Von den Anfangstagen, in denen Claudia und Annabelle selbst die Waren auslieferten und Messen aufbauten, haben sich die Ansprüche und die Struktur des Unternehmens gewandelt, jedoch sind die Kernwerte unverändert geblieben. Das Unternehmen ist mittlerweile in neun Ländern aktiv und kooperiert mit über 20 Produktionsstätten. Dabei liegt der Fokus auf einer modernen, nachhaltigen Entwicklung, die alle Teammitglieder einschließt. Homann ist es wichtig, dass die gesamte Belegschaft in den Entwicklungsprozess eingebunden wird, während sie gleichzeitig neue Herausforderungen umsetzt und Traditionen bewahrt.

Fazit: Ein Blick in die Zukunft von Lanius

Lanius ist ein herausragendes Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von Tradition und Innovation im Modegeschäft. Die synergetische Zusammenarbeit zwischen den Generationen hebt die Bedeutung von kritischen Diskussionen und gegenseitiger Anerkennung hervor. Mit einer klaren Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, umweltbewusstes Design und soziale Verantwortung bleibt Lanius ein Vorreiter in der Modebranche. Mit einem engagierten Team, das sowohl aus erfahrenen Kräften als auch aus frischen Talenten besteht, steht das Unternehmen gut da, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.