Ein Rückblick auf den Einsatz von KI-Tools im Jahr 2025

Am Ende des Jahres ziehen viele eine Bilanz. Die Lernkultur-Beraterin Sabine Prohaska aus Wien nahm dies zum Anlass, um zu reflektieren, welche KI-Tools sie in ihrer Tätigkeit als Trainerin und Weiterbildnerin im Jahr 2025 am häufigsten verwendet hat. In diesem Artikel stellt Prohaska eine subjektive Auswahl von KI-Anwendungen vor, die sich für sie als besonders hilfreich erwiesen haben. Diese Tools tragen nicht nur dazu bei, Arbeitsprozesse zu optimieren, sondern eröffnen auch neue didaktische Möglichkeiten. Aufgrund ihrer positiven Erfahrungen hat sie diese Tools in ihre Lehrmethoden integriert, sodass sie umfassende Verbesserungen in der Qualität ihrer Unterrichtsmaterialien bemerkt hat.

Der didaktische Nutzen von ChatGPT

ChatGPT hat sich als zentrales Arbeitsinstrument für Prohaska etabliert. Sie nutzt die kostenpflichtige Version, um nicht nur Zeit zu sparen, sondern auch den kreativen Denkprozess zu fördern. Besonders vorteilhaft ist die Anwendung bei der Entwicklung praxisnaher Übungen, der Erstellung von Multiple-Choice-Fragen, der Strukturierung von Skripten sowie bei der Formulierung von Transferaufgaben. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass sie nicht bei null anfangen muss; stattdessen kann sie auf die Vorschläge von ChatGPT zurückgreifen und diese an ihre Zielgruppe anpassen. Auch wenn die didaktische Feinjustierung weiterhin in ihrer Verantwortung liegt, reduziert sich der Zeitaufwand erheblich, sodass sie sich auf die inhaltliche Tiefe und didaktische Aufbereitung konzentrieren kann.

Perplexity für fundierte Recherchen

Wenn es um ausführliche, nachprüfbare Recherchen geht, wählt Prohaska das Tool Perplexity. In der Weiterbildung sind qualitativ hochwertige Quellen von zentraler Bedeutung. Perplexity kombiniert Echtzeit-Websuchen mit transparenter Quellenangabe, was die Überprüfbarkeit und Aktualität der Inhalte gewährleistet. Vor allem nutzt sie das Tool für Hintergrundrecherchen bei Fachinputs, zum Sichern von Studienzitaten und für die Erstellung fundierter Handouts. Der damit verbundene Vorteil liegt in der Gewährleistung von belastbaren Informationen, die für eine effektive Weiterbildung unerlässlich sind.

Visualisierungstools im Lernprozess

Bilder und visuelle Darstellungen sind heute für moderne Lernsettings unverzichtbar. Prohaska verwendet verschiedene KI-Tools, um Visualisierungen zu erstellen und gleichzeitig das Problem des Urheberrechts zu lösen. Besonders nützlich sind ihr ChatGPT und Ideogram für einfache Bildideen, Nano Banana für Grafiken sowie Gamma.ai für Präsentationsentwürfe. Der große Vorteil dieser Tools zeigt sich in der visuell konsistenten Erstellung von Materialien, die schnell und effizient entwickelt werden. Nachdem die ersten Entwürfe geliefert wurden, bearbeitet sie diese noch weiter, um sicherzustellen, dass inhaltliche Aspekte vollständig und ansprechend umgesetzt werden. Die Nutzung dieser KI-Werkzeuge vereinfacht und beschleunigt ihre Arbeit erheblich.

Individuelle Lernformate mit NotebookLM

Ein besonders wertvolles Tool hat sich für Prohaska in der Anwendung von NotebookLM herausgestellt. Dieses Werkzeug ermöglicht es, aus vorhandenen Dokumenten kurze Audio- oder Videoformate zu generieren, die sie gerne als Learning Nuggets verwendet. Sie setzt diese Formate sowohl für Prework als auch für Follow-ups nach Seminaren ein, und sie dienen auch als kompakte Wiederholungsformate im Lernprozess. Auf diese Weise wird Lernen nicht nur aktiv im Seminarraum gefördert, sondern kann nahtlos in den Arbeitsalltag integriert werden. Diese Form der Wissensvermittlung unterstützt einen kontinuierlichen Lernprozess und fördert eine tiefere Auseinandersetzung mit den Inhalten.

Live-KI-Tools im Training nutzen

Ein spannender Aspekt der Nutzung von KI ist deren Anwendung in Echtzeit während Trainings. Prohaska nutzt ChatGPT beispielsweise über einen Beamer, um mit den Teilnehmern gemeinsam spezifische Inhalte zu erstellen, wie etwa eine „Pressemitteilung“ über ihre Arbeit oder einen Podcast darüber, was sie aus ihrer Teamarbeit mitgenommen haben. Diese Interaktion bietet nicht nur Aha-Momente für die Teilnehmer, sondern zeigt auch auf, wie KI kreative Prozesse unterstützen kann, ohne sie zu ersetzen. Diese innovativen Ansätze fördern nicht nur die Kreativität, sondern stärken auch den Teamgeist und die Zusammenarbeit während des Trainings.

Fazit: Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Für das Jahr 2026 plant Prohaska, ihre Tests mit verschiedenen KI-Tools fortzusetzen, sie gegebenenfalls abzulehnen und dabei zu lernen. Sie ist bereits gespannt auf die Erkenntnisse, die ihr persönlicher KI-Jahresrückblick 2026 bringen wird. Es bleibt abzuwarten, ob weiterhin neue Tools entwickelt werden oder ob die bereits verwendeten Anwendungen sich etablieren und qualitativ weiterentwickeln. Diese Entwicklungen werden einen maßgeblichen Einfluss auf die Zukunft der Weiterbildung haben und aufzeigen, wie Lernprozesse durch technische Unterstützung weiter optimiert werden können.