Die Übernahme von CureVac durch BioNTech ist erfolgreich abgeschlossen. Der Handel der CureVac-Aktien hat seinen Abschluss gefunden, und verbliebene Aktionäre müssen sich nun auf die technische Abwicklung des Delistings vorbereiten.

Übernahme abgeschlossen: Auswirkungen auf den Handel

Mit der Vollziehung der Übernahme hält BioNTech nun 100 % der Anteile an CureVac. Der Handel der verbliebenen Aktien hat sich auf eine rein juristische Ebene reduziert, wobei diese bis zur formalen Einziehung bestehen bleiben. Die letzten Handelstage an den Börsen sind bereits vorüber, was dazu führt, dass die Aktie nicht mehr aktiv gehandelt wird. Dies hat verschiedene Konsequenzen für den Markt, die sich deutlich abzeichnen:

  • Die Handelbarkeit der CureVac-Aktie hat stark abgenommen.
  • Optionen auf die CureVac-Aktie wurden vom Handel ausgeschlossen.
  • Die letzten Handelsmöglichkeiten an Nebenbörsen sind bereits verstrichen.
  • Der Kurs der Aktie spiegelt nunmehr nur noch die Bedingungen der Übernahme wider.

In den letzten Tagen wurde an der Nasdaq die Delistung der Optionen auf CureVac vollzogen, was einem regulären Vorgehen entspricht, wenn ein Unternehmen durch Übernahme aus dem Handel wird. Zeitgleich wurde die Wiener Börse benachrichtigt, dass der letzte Handelstag für CureVac-Aktien ebenfalls abgelaufen ist, was einen signifikanten Ausstiegskanal für europäische Privatanleger schloss. Der Kurs hatte sich zuvor nah an den Bedingungen der Übernahme orientiert und lag bei etwa 4,66 US-Dollar, was dem Gesamtwert in der Übertragsveranstaltung von etwa 1,25 Milliarden US-Dollar entsprach.

Branchenrelevanz und Auswirkungen auf Altaktionäre

Die Übernahme von CureVac durch BioNTech zeigt eine bedeutende Konsolidierung im Bereich der mRNA-Technologie. Durch die Integration von CureVac, einem direkten Wettbewerber aus Deutschland, kann BioNTech seine Marktposition erheblich ergänzen. Zu den Vorteilen zählen:

  • Der Zugang zu einem umfassenden Patentportfolio, das die Forschung und Entwicklung neuer Produkte unterstützen kann.
  • Zusätzliche Produktionskapazitäten, die für die Erweiterung des Geschäftes entscheidend sein können.
  • Die Beilegung bestehender Streitigkeiten in Bezug auf geistiges Eigentum, die eine erhebliche Belastung für beide Unternehmen darstellten.

Diese Übernahme stärkt BioNTechs Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Akteuren wie Moderna. Für die langjährigen Aktionäre von CureVac endet somit ein turbulenter Abschnitt. Das Unternehmen wurde während der COVID-19-Pandemie als wesentlicher Akteur wahrgenommen, erreichte jedoch nie den gewünschten Erfolg bei der Entwicklung eines marktreifen Impfstoffs. Der strategische Fokus wandte sich später der Onkologie und anderen Infektionskrankheiten zu. Angesichts der hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung ist der vollzogene Verkauf als nachvollziehbare Option zu bewerten, auch wenn die Bewertung zum Zeitpunkt des Verkaufs unter den Höchsten während der Pandemiezeit liegt.

Formale Schritte und Delisting-Prozess

Der Übernahmeprozess tritt nun in die finale Phase an, wobei CureVac bereits die erforderlichen Unterlagen für die US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat. Dieser Schritt leitet den Rückzug von der Nasdaq Global Market ein, das Delisting ist für den 16. Januar vorgesehen. Nach der abschließenden Einreichung des Formblatts 15 plant CureVac, die Registrierung seiner Wertpapiere komplett zu beenden und alle Berichtspflichten in den USA aufzuheben. Ehemalige Aktionäre, die ihre Anteile im Rahmen des Angebots angedient haben, erhalten die vereinbarte Gegenleistung in Form von BioNTech-Aktien oder in bar. Die Anteile, die nicht angedient wurden, unterliegen den entsprechenden gesetzlichen Regelungen zum Zwangseinzug nach niederländischem Recht. Damit ist die Geschichte des Eigenkapitals von CureVac im Wesentlichen abgeschlossen.

Fazit: Abschied von CureVac

Die Übernahme durch BioNTech schließt eine Ära für CureVac und beendet den aktiven Handel der Aktien. Die daraus resultierenden Veränderungen im Unternehmen und der Branche werden von vielen als strategisch sinnvoll erachtet, um in einem dynamischen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Ehemalige Aktionäre haben nun die Möglichkeit, durch die Übernahme einen klar definierten Ausstieg zu realisieren.