Sneaker-Millionär Timoshin: Drohungen seit längerem erhalten
Schussverletzung in Berlin: Stepan Timoshin spricht über den Vorfall
Nach dem Schusswaffenangriff auf das Geschäft von Stepan Timoshin, bekannt als „Sneaker-Millionär“, äußerte sich der 24-Jährige in einem Interview und betonte, dass er sich nicht als Opfer einer Schutzgelderpressung sieht. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Montag in der Kleiststraße im Berliner Bezirk Schöneberg. Trotz der dramatischen Situation bleibt Timoshin gelassen: „Ich habe keine Angst“, erklärte er und wies auf die Unabhängigkeit des Angriffs von seinem Wunsch hin, als Präsident von Hertha BSC zu kandidieren.
Details zum Waffeneinsatz
Der Schuss wurde gegen 3 Uhr morgens auf die „Vaditim“-Filiale abgegeben. Die Angestellten entdeckten das Einschussloch erst am Mittag und informierten umgehend die Polizei. Bei ihrem Eintreffen fanden die Beamten das Projektil, das im Tresen des Ladens eingeschlagen war. Die Polizei hatte mehrere Einsatzfahrzeuge geschickt, um den Tatort zu sichern und die Ermittlungen einzuleiten. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, was die Ernsthaftigkeit des Vorfalls jedoch nicht mindert. Die Tatsache, dass ein Schuss in einem belebten Geschäftsviertel abgefeuert wurde, wirft Fragen zur Sicherheit und zu den Hintergründen des Angriffs auf.
Bedrohungslage und polizeiliche Maßnahmen
Timoshin erklärte, dass er seit längerer Zeit bedroht werde, konnte jedoch keine spezifischen Verdächtigen nennen. Er vermutet jedoch, dass die Bedrohungen mit seinen geschäftlichen Aktivitäten verknüpft sein könnten. Aus diesem Grund stehe er im Kontakt mit der Berliner Polizei, die ihm Schutz gewährt. Die Ermittlungen sind bereits im Gange, während eine Sprecherin der Polizei sich dazu äußerte, keine Einzelheiten zu den Schutzmaßnahmen offenzulegen, um die laufenden Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen. Zudem wurde ein mutmaßlicher Erpresserbrief gefunden, der in einem Lüftungsschacht vor dem Geschäft platziert war. Ob dieser tatsächlich mit der aktuellen Bedrohungslage in Verbindung steht, ist so lange unklar, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind.
Die Unternehmensgeschichte von Vaditim
Stepan Timoshin gründete im Jahr 2018 sein Unternehmen Vaditim im Alter von 17 Jahren. Es wurde schnell bekannt, vor allem durch Timoshins Bestrebungen, als Präsident von Hertha BSC zu kandidieren, was jedoch nur mäßigen Erfolg erzielte. Bei der Wahl erhielt er lediglich 15 Stimmen. Darüber hinaus hatte Timoshin im Blick, Trikotsponsor von Hertha zu werden, was sich letztlich jedoch nicht umsetzte. Seine Firma hat sich auf den Verkauf von Sneakers spezialisiert und Timoshin gibt an, damit Millionen verdient zu haben. Trotzdem sieht er sich zunehmenden Vorwürfen ausgesetzt, die Unregelmäßigkeiten in seinen geschäftlichen Tätigkeiten betreffen. Der „Spiegel“ berichtete Ende 2024 über mögliche finanzielle Unstimmigkeiten.
Fazit: Eine besorgniserregende Situation
Der Vorfall rund um Stepan Timoshin zeigt die komplexen und oft gefährlichen Verhältnisse im Geschäftsumfeld in Berlin auf. Während er sich entschlossen gegen die Bedrohungen präsentiert, bleibt unklar, wie sich die Krise um sein Unternehmen und die möglichen Hintergründe des Angriffs weiter entwickeln werden. Die Polizei wird in den kommenden Monaten intensiv an den Ermittlungen arbeiten, während die Öffentlichkeit auf Antworten zu den Motivationen und Identitäten der Angreifer wartet.

