Indische Erwerbstätige in Deutschland: Ein Überblick über höchste Löhne

In Deutschland sind indische Beschäftigte in zunehmend vielen technischen Berufen vertreten und zeichnen sich durch überdurchschnittlich hohe Einkommen aus. Laut einer Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) wird der Bruttomedianlohn für indische Arbeitnehmer im Jahr 2024 auf 5.393 Euro geschätzt. Dieser Wert liegt über den Einkommen ihrer Kollegen aus Österreich (5.322 Euro), den USA (5.307 Euro) und Irland (5.233 Euro). Im Vergleich dazu beträgt das mittlere Bruttoeinkommen für deutsche Arbeitnehmer 4.177 Euro, während der durchschnittliche Lohn für ausländische Beschäftigte insgesamt bei 3.204 Euro liegt.

Ein wesentlicher Faktor, der zu den hohen Löhnen der indischen Mitarbeiter beiträgt, ist das überdurchschnittliche Verdienstniveau in technischen Berufen. Diese Gruppen umfassen insbesondere akademische Tätigkeiten in den sogenannten MINT-Fächern: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Zwischen 2012 und 2024 hat sich die Anzahl indischer Beschäftigter in diesen Bereichen nahezu verneunfacht und liegt nun bei über 32.800. Dies bedeutet, dass etwa ein Drittel der indischen Vollzeitbeschäftigten im Alter von 25 bis 44 Jahren in diesen hochqualifizierten Berufen tätig ist.

Ein Anstieg indischer Studierender und deren Auswirkungen

Die Zunahme indischer Arbeitnehmer in Deutschland korreliert stark mit dem Anstieg indischer Studierender, die hierzulande eine Ausbildung absolvieren. Nach erfolgreichem Abschluss bleiben viele dieser Studierenden in Deutschland und tragen durch ihre Arbeit in Forschung und Entwicklung wesentlich zur Wertschöpfung bei. Insbesondere bemerkenswert ist, dass sich die jährliche Anzahl der Patentmeldungen von Erfindern mit indischen Wurzeln zwischen 2000 und 2022 auf das Zwölffache erhöht hat, was auf die Innovationskraft dieser Gruppe hinweist.

Die Entwicklung ist ein Indikator für die wachsende Bedeutung internationaler Fachkräfte, insbesondere aus Indien, für die deutsche Wirtschaft. Dieses Phänomen könnte auch dazu beitragen, den Fachkräftemangel, der in vielen industriellen Sektoren besteht, teilweise zu lindern. Edleatrix diese Fachkräftemigration ist die gezielte Ansprache des deutschen Staates an qualifizierte Zuwanderer in den MINT-Berufen seit 2012, um dem wachsenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften gerecht zu werden.

Wirtschaftliche Einflüsse durch Fachkräfte aus dem Ausland

Die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Indien wird oft als Schlüssel zur Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Wachstums in Deutschland betrachtet. Laut IW-Experte Axel Plünnecke ist das Fehlen ausreichender qualifizierter Zuwanderung ein potenzielles Wachstumshemmnis für die deutsche Volkswirtschaft. Dies gilt insbesondere für die MINT-Fächer, in denen bereits ein erheblicher Fachkräftemangel herrscht.

Ein weiterer Aspekt, der zu den hohen Löhnen indischer Mitarbeiter sowie der Arbeiter aus Österreich und den USA beiträgt, ist die Arbeitsweise in wirtschaftsstarken urbanen Zentren, wo die Löhne allgemein höher sind. Diese hochqualifizierten Beschäftigten arbeiten oft in großen Städten, die sich durch ein dynamisches wirtschaftliches Umfeld auszeichnen.

Datenbasis der Analyse

Für die genannten Analysen wurden Staatsangehörige betrachtet, von denen mehr als 5.000 Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeiten. Die Daten basieren auf Statistiken der Bundesagentur für Arbeit und sind somit aktuell und verlässlich. Diese Statistiken ermöglichen eine vergleichbare und dezidierte Betrachtung des Themenfeldes Fachkräftezuwanderung und der damit verbundenen Löhne.

Fazit: Indische Arbeitnehmer prägen den Arbeitsmarkt in Deutschland

Die Studie zeigt deutlich, dass die indischen Arbeitnehmer nicht nur eine bedeutende Rolle in der deutschen Wirtschaft einnehmen, sondern auch im Lohnniveau deutlich über dem Durchschnitt der einheimischen Arbeitnehmer liegen. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, qualifizierte Fachkräfte auch weiterhin in Deutschland willkommen zu heißen, um die Innovationskraft und das Wachstum der Wirtschaft sicherzustellen.