Einführung in die Herausforderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas und Diabetes gehören zu den bedeutendsten Gesundheitsproblemen in Industrieländern. Diese Krankheiten sind nicht nur eine hohe Belastung für die betroffenen Patient:innen, sondern auch für das Gesundheitssystem insgesamt. Sie verursachen erhebliche Kosten und führen zu einer verminderten Lebensqualität. Besonders alarmierend ist, dass viele dieser Erkrankungen mit einem gesunden Lebensstil und präventiven Maßnahmen vermeidbar wären. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Prävention zunehmend an Bedeutung. Eine frühzeitige Intervention, insbesondere durch Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten (KiTas) und Schulen, kann entscheidende Weichen für eine gesunde Entwicklung stellen.

Die Rolle digitaler Gesundheitsanwendungen

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und bieten ein enormes Potenzial zur Unterstützung der Gesundheitskompetenz. Diese Anwendungen können Patient:innen dabei helfen, ihre Therapien aktiv zu begleiten und Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen. Beispielsweise können Apps zur Überwachung von Gesundheitsparametern oder zur Motivation für mehr Bewegung eingesetzt werden. Diese digitalen Lösungen sind besonders wertvoll in der Begleitung chronischer Erkrankungen, wo eine kontinuierliche Unterstützung essenziell ist. Durch einfache Bedienbarkeit und hohe Verfügbarkeit können DiGAs die Patientenbindung und den Informationsaustausch zwischen Ärzt:innen und Patient:innen fördern.

Strukturierte Programme für chronische Erkrankungen

Für Patienten mit chronischen Erkrankungen sind strukturierte Programme (Disease Management Programme, DMP) unerlässlich. Solche Programme sind darauf ausgelegt, eine konsistente und zielgerichtete Versorgung zu gewährleisten. Sie sollten schnell in die medizinische Versorgung integriert und flexibel an die individuellen Bedürfnisse der Patient:innen angepasst werden können. Zudem sollte der Zugang zu frühen Therapien und eine modernisierte Arzneimittelversorgung sichergestellt werden. Besonders im Umgang mit Adipositas sind innovative Ansätze gefordert, um effektiv gegen die Erkrankung vorzugehen. Diese Programme müssen evidenzbasiert und an den neuesten medizinischen Erkenntnissen orientiert sein, um eine hochwertige Versorgung zu gewährleisten.

Die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Prävention

Prävention darf nicht als bloßes Zusatzangebot betrachtet werden. Vielmehr ist sie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle Akteur:innen im Gesundheitswesen einbindet. Um den Herausforderungen im Bereich Gesundheit langfristig zu begegnen und die Krankheitslast zu reduzieren, müssen präventive Maßnahmen strukturell verstärkt werden. Eine moderne Präventionsstrategie sollte gemeinsam mit der Politik, Wissenschaft und Versorgungspartnern entwickelt werden. Der vfa (Verband der forschenden Arzneimittelhersteller) zeigt sich bereit, diesen Prozess aktiv mitzugestalten. Eine solche Strategie muss digital ausgerichtet, evidenzbasiert und auf die Bedürfnisse der Patient:innen fokussiert sein. Die Stärkung präventiver Maßnahmen ist ein entscheidender Schritt, um die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu fördern.

Fazit: Prävention als Schlüssel zur Gesundheit

Die Herausforderungen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas und Diabetes erfordern ein Umdenken in der Gesundheitsversorgung. Durch frühzeitige Prävention, den Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen und strukturierte Programme können wesentliche Fortschritte erzielt werden. Die Verantwortung für die Umsetzung von präventiven Maßnahmen liegt in der gesamten Gesellschaft, und ein gemeinsames Engagement aller Beteiligten ist notwendig, um die Gesundheit nachhaltig zu sichern.