BMLEH – Handel und Exportlösungen
Einführung der neuen Agrarexportstrategie
In Berlin präsentierte der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, die neue Agrarexportstrategie, die als wesentlicher Schritt zur Weiterentwicklung der Exportförderinstrumente des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gilt. Diese Strategie bietet der deutschen Exportwirtschaft die Möglichkeit, in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium einen zukunftsorientierten Ansatz zu entwickeln, der die Wettbewerbsfähigkeit der Branche stärkt und das Exportpotenzial maximieren soll.
Während der Präsentation wurde betont, dass die Strategie nicht nur darauf abzielt, die bestehenden Exportstrukturen zu verbessern, sondern auch einen Dialog zwischen Unternehmen und dem Ministerium zu fördern. Dies soll sicherstellen, dass die Bedürfnisse der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft besser berücksichtigt werden, um eine nachhaltige Neuaufstellung der Exportaktivitäten zu erreichen.
Die Rolle der Agrarexporte für die deutsche Wirtschaft
Die Produkte der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft genießen weltweit hohes Ansehen. Die Herkunft „Made in Germany“ steht für Qualität sowie für innovative und sichere Lebensmittel. Diese hohe Wertschätzung sorgt dafür, dass Exportschlager wie Süßwaren, Käse und Schweinefleisch auf internationalen Märkten erfolgreich sind. Die Landwirtschaft allein trägt entscheidend zu den Exporteinnahmen bei, während die Ernährungswirtschaft und die Landtechnikindustrie ebenfalls signifikante Beiträge leisten. Rund ein Viertel der Landwirtschaft kann sich auf Auslandsmärkte stützen, was den Stellenwert dieser Branche für die deutsche Gesamtwirtschaft unterstreicht.
Die Agrar- und Ernährungswirtschaft sichert nicht nur Wertschöpfung, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem in ländlichen Regionen. Dies macht sie zu einer der exportstärksten Branchen Deutschlands, mit der Verantwortung, zur globalen Ernährungssicherung beizutragen. Die Ministeriumspublikationen gehören zu den Initiativen, die darauf abzielen, die Bedeutung und den Einfluss der deutschen Agrarprodukte auf dem internationalen Markt zu verstärken.
Aktuelle Herausforderungen für die Agrarindustrie
Trotz des Potenzials stehen die Akteure der Branche vor erheblichen Herausforderungen. Globale Krisen wie der Konflikt in der Ukraine, der Klimawandel sowie steigende Produktions-, Energie- und Transportkosten setzen die Märkte unter Druck. Zusätzlich belasten bürokratische Hürden und ein Mangel an Fachkräften, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, die Leistungsfähigkeit der Branche. Diese Rahmenbedingungen verdeutlichen die Dringlichkeit, eine klar strukturierte und moderne Exportstrategie zu entwickeln, die den Unternehmen in der Agrarindustrie die notwendige Rückendeckung bietet.
Die neuen Herausforderungen erfordern flexible Anpassungsmaßnahmen, um die Resilienz der Unternehmen zu fördern. Daher arbeitet das BMLEH daran, mit gezielten Maßnahmen die Exportförderung neu auszurichten und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Unternehmen besser auf die globalen Rahmenbedingungen einzustellen und sie betriebswirtschaftlich zu unterstützen.
Ziele der neuen Agrarexportstrategie
Die neue Agrarexportstrategie strukturiert die Exportförderung neu mit dem Ziel, effizienter zu arbeiten und neue Märkte zu erschließen. Im Fokus stehen die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und die gezielte Unterstützung von Unternehmen, um globale Märkte zu erobern. Ein zentrales Element ist die synergetische Zusammenarbeit zwischen der Agrarwirtschaft und dem Ministerium, um Angebot und Nachfrage besser abzustimmen. Zudem sollen diplomatische Netzwerke zur Unterstützung der deutschen Exporte künftig intensiver genutzt werden.
Ein weiteres Ziel der Strategie ist die Identifikation potenzieller Zielmärkte und die Verbesserung der Markterschließung. Dies beinhaltet die Bereitstellung passgenauer Unterstützungsangebote und Ressourcen für Unternehmen, die planen, neue Märkte zu betreten oder bestehende Märkte zu festigen. Ein regelbasierter, offener globaler Handel ist dabei unerlässlich, um die Ernährungs- und Versorgungssicherheit sowohl in Deutschland als auch international zu gewährleisten.
Handlungsfelder der Exportstrategie
- Wettbewerbsfähigkeit stärken: Die Strategie setzt darauf, bürokratische Hürden abzubauen und Unternehmen gezielte Entlastungen zu bieten.
- Strukturen im BMLEH neu gestalten: Durch die Schaffung von klaren Ansprechpartnern und Zuständigkeiten wird eine Freigabe für neue Marktchancen etabliert.
- Sichtbarkeit und Teamarbeit erhöhen: Mit der Unterstützung von Botschaften und erhöhten Mitteln für Exportförderprogramme werden gemeinsame Anstrengungen zur Vermarktung unternehmen.
- Marktöffnungen fördern: Aktive Situationen zur Schaffung von offenen Märkten sollen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Stabilität der Lieferketten unterstützen.
- Zielmärkte der Zukunft identifizieren: In Kooperation mit der Branche werden potenzielle Märkte analysiert und Unternehmen bei der Marktentwicklung unterstützt.
Fazit: Die Zukunft der Agrarexportstrategie
Die neu eingeführte Agrarexportstrategie des BMLEH ist ein richtungsweisender Schritt für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft. Durch die Umstrukturierung von Exportförderinstrumenten und die Fokussierung auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wird ein solides Fundament für künftiges Wachstum gelegt. Die Strategie lädt die Branche ein, sich aktiv an diesem Prozess zu beteiligen und die Herausforderungen der globalen Märkte gemeinsam zu bewältigen.

