Basketball-WM-Qualifikation: Deutschlands starker Auftakt
Einleitung: Auf zur Titelverteidigung
Die deutschen Basketballer befinden sich auf dem Weg zur Titelverteidigung bei der nächsten Weltmeisterschaft. Nach dem erfolgreichen Gewinn des EM-Titels sind sie nun gefordert, sich neu zu formieren und auch außerhalb der großen NBA-Ligen zu beweisen. Mit einem überzeugenden Sieg gegen Israel mit 86:69 zeigen sie erste erfolgversprechende Ansätze, auch wenn einige hochkarätige Spieler der NBA nicht mitspielen konnten. Für das Team von Trainer Àlex Mumbrú zählt jeder Sieg in der Qualifikationsgruppe E, die mit der israelischen Mannschaft, Kroatien und Zypern stark besetzt ist. Während nur die besten drei Teams in die nächste Runde aufsteigen, werden die erzielten Ergebnisse in der Qualifikationsphase mitgenommen, was den Druck auf die deutschen Spieler erhöht.
Fehlende Stars: Ein neuer Kader formiert sich
In diesem Spiel musste das deutsche Team auf prominente NBA-Spieler wie Dennis Schröder, Franz Wagner und Tristan da Silva verzichten. Auch Moritz Wagner war wegen einer Verletzung nicht dabei. Dennoch ließ es sich das Team nicht nehmen, mit frischer Energie und neu zusammengestellten Spielern, darunter Debütanten wie Collin Welp und Till Pape, ins Spiel zu starten. Trainer Àlex Mumbrú, zurück aus einer längeren Krankheit, konnte einige neue Talente auf dem Spielfeld beobachten. Trotz der Abwesenheit der Stars gelang den deutschen Spielern ein dynamischer Start, angeführt von einem agilen Isaac Bonga, und die Mannschaft schaffte es, trotz anfänglicher Herausforderungen, starke Akzente zu setzen. Bayerns Oscar da Silva erwies sich als besonders treffsicher und profitierte von Bongas präzisen Pässen.
Spielverlauf: Dynamik und Herausforderungen
Der Spielverlauf war geprägt von intensivem Engagement auf beiden Seiten. Israel setzte zunächst Akzente, jedoch konnte Deutschland schnell ausgleichen und sich eine erste Führung erarbeiten. Besonders bemerkenswert war die leidenschaftliche Aktion von Jack Kayil, die wichtige Punkte sicherte. Bei einem Zwischenstand von 17:10 war das deutsche Team auf Kurs, musste jedoch bald eine starke Reaktion der Israelis hinnehmen, angeführt von einem effektiven Bar Timor. Der Punktestand war während der ersten beiden Viertel stets eng, was die Spannung im Spiel aufrechterhielt. Deutschland setzte auf Variabilität im Angriff, was durch dynamische Abschlüsse von Joshua Obiesie und einem starken Buzzer Beater von Louis Olinde deutlich wurde. Das Ergebnis nach dem ersten Viertel war knapp, aber das deutsche Team zeigte eine beeindruckende Leistung, gerade als sich die Mannschaft in einen Rausch spielte, der es ihnen ermöglichte, bis zur Halbzeit eine deutliche Führung von 31:50 zu erzielen.
Drittes Viertel: Kontinuität und Dramatik
Im dritten Viertel setzte das deutsche Team den Erfolgskurs fort, verteidigte energisch und kam offensiv zu vielen Punktmöglichkeiten. David Krämer, der zuvor verletzt war, hatte einen starken Auftritt und setzte Akzente in beiden Bereichen des Spiels. Die deutsche Mannschaft führte zeitweise mit 27 Punkten, was die leidenschaftliche und engagierte Spielweise unterstrich. Dennoch zeigten sich kleine Schwächen im dritten Viertel, die den Israelis die Gelegenheit gaben, den Abstand zu verkleinern. Dabei schafften sie es, durch gezielte Angriffe auf 69:53 zu verkürzen. Derartige Momente werfen Fragen auf, wie gut das Team seine Dominanz über die ganze Spielzeit aufrechterhalten kann, doch der Kampfgeist der Deutschen blieb ungebrochen. Die deutsche Defense hielt trotz drohender Gegenangriffe stark stand.
Fazit und Ausblick: Starker Schritt in Richtung WM
Die deutsche Mannschaft hat sich mit diesem Sieg gegen Israel in einer schweren Gruppe eindrucksvoll zurückgemeldet. Ohne ihre NBA-Stars zeigten die Spieler, dass sie auch in der Lage sind, im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Die nächsten Partien, darunter das Spiel gegen Zypern, werden entscheidend sein, um die gesammelten Punkte in die nächste Runde zu tragen. Der nächste Herausforderung für das Team wird der vis-à-vis in Limassol gegen Zypern am 01. Dezember 2025 sein. Nach der WM-Qualifikation wird es zwei entscheidende Spiele gegen Kroatien im Februar und März 2026 geben. Deutschland ist somit gut vorbereitet und hat viel Potenzial, auch in der zukünftigen Spielerkarriere hohe Leistungen zu erbringen.

