In Aït Baamrane, am Rand der marokkanischen Wüste, gibt es extrem wenig Regen – zu wenig für die dort lebenden Menschen. Doch sechs Monate lang hängt ein dichter Nebel vom nahen Atlantik über der bergigen Region. Dieser Nebel wird jetzt geerntet: Die winzigen Wassertröpfchen aus der Luft werden mithilfe von Netzen mit insgesamt 1700 Quadratmeter Fläche eingesammelt. Es handelt sich um die größte Nebelsammelanlage der Welt.
Der Wind drückt den Wasserdampf in der Luft durch senkrecht stehende Netze, an denen der Dampf kondensiert und zu kleinen Wassertropfen wird. Diese rinnen am Netz entlang nach unten, wo das Wasser in großen Behältern gesammelt wird. Täglich werden durch die Netze etwa 35.000 Liter Wasser aufgefangen. Dies deckt den Bedarf von mehr als 1.000 Menschen und wird auch zur Bewässerung von Pflanzen genutzt. Nebel wird nicht nur in Marokkos Bergen gesammelt, sondern auch in anderen Ländern wie Ghana, Eritrea, Äthiopien, Chile, Kalifornien und Südafrika. Das weltweite Potenzial der Nebelwassergewinnung ist enorm. Geeignete Standorte, vor allem entlang der Küsten, gibt es fast überall.
Bisher wurde das Nebelsammeln vor allem als Lösung für abgelegene, ländliche Gebiete angesehen, in denen die Menschen kaum an das öffentliche Netz oder an Infrastruktur angeschlossen sind. Eine, in der Fachzeitschrift „Frontiers in Environmental Science“ veröffentlichte Studie zeigt jedoch, dass auch Städte diese Technik einsetzen könnten. Ein Beispiel dafür ist die Atacamawüste im Norden von Chile, eine der trockensten Regionen der Welt. Die wichtigste Wasserquelle für Städte in der Region ist derzeit unterirdisches Tiefenwasser, das sich zuletzt vor 17.000 bis 10.000 Jahren aufgefüllt hat. Diese alten Wasservorräte sind nicht unerschöpflich, daher ist es wichtig, auch andere Wasserquellen zu nutzen. Das Gewinnen von Wasser aus der Luft, beispielsweise mithilfe von Nebelsammlern, könnte dabei helfen.
Ein Beispiel für den Einsatz von Nebelsammlern in einer Stadt ist Alto Hospicio, das am Rande der Atacamawüste liegt. Viele der rund 10.000 Einwohner, die in der Region in Armut leben, sind nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen. LKWs, die Wasser in die Slums bringen, versorgen die Menschen. Forscher wollten sehen, ob das Nebelsammeln helfen kann, die Wasserknappheit in der Stadt, die derzeit, in der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der, der