Als Präsident Luiz Inacio Lula da Silva Anfang 2023 sein Amt antrat, wurden viele Klima- und Umweltschützer erleichtert. Nach vier Jahren Umweltzerstörung unter seinem rechtsextremen Vorgänger Jair Bolsonaro versprach Lula, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Zwei Jahre später hat sich diese Erwartung in Enttäuschung verwandelt. Kurz vor der UN-Klimakonferenz COP30 im November drängt Lula auf die Erschließung von Ölvorkommen an der Mündung des Amazonas und hat den Beitritt zur Organisation erdölexportierender Länder (OPEC+) beschlossen. Umweltorganisationen kritisieren diesen Schritt und fürchten, dass die Ölambitionen Brasiliens den Klimaschutz zunichte machen könnten.
Brasilien ist der achtgrößte Ölexporteur der Welt und plant, seinen Anteil an der Ölproduktion zu erhöhen. Die Regierung argumentiert, dass die Öleinnahmen für die Finanzierung der Energiewende benötigt werden. Kritiker der Regierung weisen jedoch darauf hin, dass die für die Ölproduktion aufgewendeten Subventionen diejenigen für erneuerbare Energien um das Fünffache übersteigen. Sie argumentieren, dass die Finanzierung für die Energiewende aus anderen, nachhaltigeren Quellen kommen könnte. Brasilien hat beschlossen, der OPEC+ beizutreten, die die Ölproduktion der Mitgliedsländer koordiniert. Klimaschützer fürchten, dass die Ölambitionen der Regierung die Klimaziele des Landes gefährden könnten.
Brasilien wird als einer der größten Emittenten von Treibhausgasen angesehen, wobei die Abholzung und die veränderte Landnutzung im Amazonasgebiet einen erheblichen Beitrag leisten. Lula hat versprochen, die illegale Abholzung einzudämmen, die unter seinem Vorgänger zugenommen hatte. In den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit ging die Abholzung tatsächlich um etwa ein Drittel zurück, und der Rückgang setzt sich fort. Allerdings sagen Klimaforscher, dass die geplanten Ölprojekte die durch die Abholzung erzielten CO2-Einsparungen zunichte machen könnten. Die brasilianischen nationalen Klimaziele, die die Abholzung bis zum Ende des Jahrzehnts beenden sollen, werden von Klimaschützern als unzureichend angesehen, da die Ölförderung, die die Emissionen weltweit beeinflusst, nicht berücksichtigt wird.
Brasilien, das die Auswirkungen des Klimawandels, die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die die