Polen hat begonnen, Wasserstoffperoxid (H2O2) zur Bekämpfung der erneuten Ausbreitung der Goldalgen (Prymnesium parvum) in der Oder einzusetzen. Die Chemikalie wird normalerweise zum Bleichen von Papier, Textilien und Haaren verwendet und in schwacher Konzentration zur Desinfektion von Wunden eingesetzt. Die Goldalgenblüte hat sich weltweit in Häufigkeit und Intensität erhöht und betrifft nicht nur Polen, sondern auch andere Länder entlang der Oder. Die Algenblüten werden durch Umweltfaktoren wie höhere Temperaturen, mehr Licht und erhöhte Nährstoffe im Wasser begünstigt, die durch Landwirtschaft und Abwässer verursacht werden. Die Goldalgenblüte in der Oder im Jahr 2022 wurde durch den hohen Salzgehalt im Wasser verursacht, der durch das Einleiten von Salzwasser aus Kohlebergwerken und anderen Industrien verursacht wurde. Die Goldalgen, die keine sichtbare Farbe haben, können für Fische, Menschen und andere Teile des Ökosystems schädlich sein und werden durch sterbende Fische, die durch die Toxine der Algen verursacht werden, erkannt. Die Auswirkungen der Wasserstoffperoxidbehandlung und der richtigen Konzentration der Chemikalie auf das Ökosystem und andere Lebewesen, wie z. B. Plankton, werden derzeit untersucht. Die Wasserstoffperoxidbehandlung, die die Goldalgen, aber auch andere Organismen, abtöten, wird derzeit,,,, als vorübergehende Krisenmaßnahme angesehen. Die wichtigste Lösung besteht darin, den Salzausstoß aus Kohlebergwerken und anderen Unternehmen zu reduzieren und die Oder so naturbelassen wie möglich zu halten. Die Umsetzung der EU-Vorschriften zum Schutz der Flüsse ist jedoch eine Herausforderung, da die meisten Flüsse in Europa nicht den ökologischen Standards entsprechen. Es gibt eine internationale Kommission zwischen der Tschechischen Republik, Polen und Deutschland, die sich mit dem Schutz der Oder befasst und möglicherweise umfassendere Maßnahmen ergreifen kann, um den Fluss zu schützen.
