Eine neue weltweite Studie zeigt, dass Menschen mit Schmerzen sich stärker als je zuvor sozial ausgegrenzt fühlen.

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Eine neue weltweite Studie zeigt, dass Menschen mit Schmerzen sich stärker als je zuvor sozial ausgegrenzt fühlen.



Laut der neuesten Ausgabe des Haleon Pain Index fühlt sich fast die Hälfte (49 %) der Menschen, die unter Schmerzen leiden, stigmatisiert. Außerdem geben 42 % der Befragten an, dass sie aufgrund ihrer Schmerzen regelmäßig Einsamkeit empfinden, während ein Drittel (32 %) von ihnen ernsthafte Einsamkeit verspürt, was auf der UCLA-Einsamkeitsskala basiert. Interessanterweise haben 32 % der Menschen, die Schmerzen haben, die Befürchtung, in Bezug auf ihre Schmerzen beurteilt zu werden. Besonders betroffen von diesen Problemen sind Frauen, farbige Menschen und die LGBQ+-Gemeinschaft. In der Generation Z fühlen sich Menschen eher ungehört als in der Baby-Boomer-Generation.

Eine neue Studie, an der 18.097 Menschen in 18 Ländern teilgenommen haben, zeigt, dass die Gesellschaft trotz der gestiegenen Sensibilisierung für Gesundheitsfragen aufgrund der Auswirkungen von COVID-19 weniger tolerant gegenüber Schmerzpatienten geworden ist. Der Haleon Pain Index (HPI), der von dem Gesundheitsunternehmen Haleon erstellt wird, hat herausgefunden, dass Schmerzpatienten sich zunehmend stigmatisiert fühlen und befürchten, aufgrund ihrer Schmerzen verurteilt zu werden.

Der HPI untersucht seit fast einem Jahrzehnt die Auswirkungen von Schmerzen auf das Leben der Menschen. Die aktuelle Studie zeigt, dass die sozialen und emotionalen Auswirkungen von Schmerzen weltweit zugenommen haben. Immer mehr Menschen fühlen sich einsam, wenn sie Schmerzen haben. Besorgniserregend ist auch, dass 38 % der Menschen in China, 33 % in Australien und 32 % im Vereinigten Königreich sogar von ernsthafter Einsamkeit betroffen sind. Die Weltgesundheitsorganisation hat bereits vor den negativen Auswirkungen von Einsamkeit und sozialer Isolation auf die öffentliche Gesundheit gewarnt.

Um das Bewusstsein für diese Probleme zu schärfen und das Verständnis in der Gesellschaft zu verbessern, fordern Experten einen individuelleren und mitfühlenderen Umgang mit Schmerzen. Sie betonen die Bedeutung von Empathie und besser geschulten Ärzten und Apothekern, um die Schmerzen der Patienten angemessen einschätzen und behandeln zu können. Ziel ist es, die Auswirkungen von Schmerzen durch Veränderungen in der Wahrnehmung und den Gesprächen über Schmerzbehandlung zu verringern.

Der Haleon Pain Index zeigt auch, dass Menschen, die bereits mit Vorurteilen und Diskriminierung konfrontiert sind, am stärksten von diesen verhärteten Ansichten über Schmerzen betroffen sind. Frauen, farbige Menschen und die LGBQ+-Gemeinschaft berichten von einer unterschiedlichen Behandlung und Diskriminierung aufgrund ihrer Schmerzen. Besonders in Indien, Saudi-Arabien, Brasilien und China haben Frauen und farbige Menschen mit solchen Problemen zu kämpfen.

Die Studie zeigt auch ein Generationsgefälle in Bezug auf die Erfahrungen mit Schmerzen. Menschen aus der Generation Z haben Schwierigkeiten, ihre Schmerzen auszudrücken und eine angemessene Behandlung zu erhalten. Ältere Menschen haben dagegen beim Zugang zu gesundheitsbezogenen Informationen im Internet Schwierigkeiten.

Um eine bessere Gesundheitsversorgung für alle zu erreichen, unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Behinderung, müssen Barrieren abgebaut und eine individuellere und mitfühlendere Behandlung von Schmerzen ermöglicht werden. Haleon hat in diesem Zusammenhang Programme wie die ListenToPain-Initiative ins Leben gerufen, um medizinischem Fachpersonal weltweit dabei zu unterstützen, ihre Kommunikation mit Patienten zu verbessern und eine individuelle Schmerzbehandlung anzubieten.



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