Agentenbasierte KI im SOC: Ohne Governance ein Risiko
Governance für KI im Security Operations Center
Die Notwendigkeit klarer Verantwortlichkeiten in der KI-Einführung
Die zunehmenden Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit erfordern den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Security Operations Centern (SOC). Während KI-Agenten dazu beitragen können, die hohe Anzahl von sicherheitsrelevanten Ereignissen zu bewältigen, birgt der Einsatz ohne geeignete Governance erhebliche Risiken. Eine klare Struktur in der Verantwortlichkeit, die Definition von Zielen und die Kontrolle über kritische Entscheidungen sind entscheidend für den sicheren Einsatz von KI in SOCs.
Die Herausforderungen und Risiken von KI im SOC
Sicherheitsorganisationen stehen unter Druck, da sie täglich mit einer überwältigenden Anzahl von Alarmeingängen konfrontiert sind. Der Einsatz von KI-Agenten könnte helfen, die Last zu verringern. Allerdings zeigen Statistiken, dass drei von vier KI-Projekten im Sicherheitsbereich letztlich als Sicherheitsrisiko enden. Oftmals sind technische Schwächen nicht der Hauptgrund für das Scheitern, sondern vielmehr die unzureichende Governance. Unternehmen müssen geeignete Rahmenbedingungen schaffen, um die Verantwortung klar zu definieren und sicherzustellen, dass Sicherheitsziele von Beginn an festgelegt werden.
Governance und klare Verantwortlichkeiten
Eine wirksame Governance-Strategie sollte den gesamten Lebenszyklus von KI-Projekten umfassen. Hierzu gehört die Gründung eines funktionsübergreifenden Gremiums, das alle relevanten Aktivitäten überwacht und regelmäßig dem Vorstand Bericht erstattet. Ein Chief AI Officer könnte die Verantwortung für die zentrale Verwaltung aller KI-Agenten übernehmen. Dies sollte ein Register enthalten, das ihre Berechtigungen und Datenquellen auflistet. Der Ausgangspunkt aller Programme sollte nicht die Technologie selbst sein, sondern konkrete und messbare geschäftliche Sicherheitsziele, die von der Unternehmensführung genehmigt werden.
Identitätsmanagement und Kontrolle
Ein zentraler Aspekt der Governance ist das Identitätsmanagement. KI-Agenten sollten wie menschliche Benutzer behandelt werden und unterliegen denselben strengen Zugriffskontrollen. Prinzipien wie der Zero-Trust-Ansatz, kombiniert mit Privileged Access Management (PAM), sind unerlässlich. Jede Identität erhält nur die minimal notwendigen Berechtigungen, um die Gefahr von Fehlentscheidungen zu minimieren.
Erfolgreiche Umsetzung von KI-Projekten
Der Erfolg von KI in SOCs hängt maßgeblich von der Festlegung klarer Verantwortlichkeiten ab. Technologische Lösungen sind zwar entscheidend, jedoch ist Governance oft der entscheidende Faktor. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass Sicherheitsaspekte von Anfang an berücksichtigt werden. Die Durchführung von regelmäßigen Überprüfungen kann helfen, den Kurs der Projekte zu steuern und notwendige Anpassungen vorzunehmen, um den aktuellen Bedrohungen und Herausforderungen gerecht zu werden.
Fazit
Für den erfolgreichen Einsatz von KI in Security Operations Centern ist eine solide Governance unerlässlich. Unternehmen müssen klare Verantwortlichkeiten und Leitlinien festlegen, um die Sicherheit zu gewährleisten und potenzielle Risiken zu minimieren. Indem sie von Anfang an Sicherheitsziele definieren und kontinuierlich überwachen, können Organisationen das Transformationspotenzial von KI voll ausschöpfen.

