Stand: 01.01.2026 21:05 Uhr

Mindestlohn und CO2-Preis steigen. Das Deutschlandticket wird teurer, ebenso das Tanken und Heizen mit Öl und Gas. Das neue Jahr bringt zahlreiche Neuerungen. Welche Änderungen gelten 2026?

Mit dem Beginn des Jahres 2026 treten verschiedene Veränderungen in Kraft, die sich auf die finanzielle Situation vieler Bürgerinnen und Bürger auswirken oder den Verbraucherschutz stärken sollen. Hier sind die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

Arbeit und Soziales: Mindestlohn steigt, Aktivrente kommt

Im Bereich Arbeit und Soziales erfolgt eine signifikante Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns: Ab Januar 2026 steigt dieser von 12,82 auf 13,90 Euro brutto pro Stunde. Für das Jahr 2027 ist eine weitere Erhöhung auf 14,60 Euro geplant. Diese Maßnahme soll die Einkommenssituation von Beschäftigten verbessern und den Lebensstandard steigern. Zudem wird die Verdienstgrenze für Minijobs, die zuvor bei 556 Euro lag, auf 603 Euro angehoben – und für 2027 ist eine Erhöhung auf 633 Euro vorgesehen. Ein bedeutender Aspekt ist, dass alle Sozialleistungen ab Januar nur noch auf ein Girokonto überwiesen werden. Daher müssen Leistungsbeziehende ein Bankkonto führen und ihre IBAN dem zuständigen Jobcenter mitteilen. Ein neues Konzept ist die Einführung der Aktivrente, die es Rentnerinnen und Rentnern ermöglicht, zusätzlich steuerfrei bis zu 2.000 Euro monatlich zu verdienen. Obgleich hierzu Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu entrichten sind, stellt die Aktivrente eine wichtige Maßnahme zur Förderung der Erwerbsarbeit im Alter dar.

Bürgergeld wird neue Grundsicherung, Regelsätze bleiben

Das Bürgergeld, das als neue Form der Grundsicherung für erwerbsfähige Menschen dient, behält 2026 die aktuellen Regelsätze bei. Alleinstehende Erwachsene erhalten weiterhin 563 Euro monatlich und Paare, die zusammen leben, 506 Euro. Diese Leistungen, die zuvor als Arbeitslosengeld II und unter dem Terminus „Hartz IV“ bekannt waren, sollen zukünftig als „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ bezeichnet werden. Diese устойчивость der Regelsätze ist darauf ausgerichtet, den grundlegenden Lebensunterhalt der betroffenen Personen sicherzustellen. In einem breiteren Kontext zielt das Bürgergeld darauf ab, effektiv Hilfe für jene zu bieten, die durch eigenes Einkommen und Vermögen nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu decken.

Steuern und Finanzen: Freibeträge und Ehrenamtspauschale steigen

Im steuerlichen Bereich gibt es ebenfalls Anpassungen: Der Grundfreibetrag, bis zu welchem keine Einkommenssteuern zu zahlen sind, wird von 12.096 Euro auf 12.348 Euro angehoben. Zudem wird der steuerliche Kinderfreibetrag, der sowohl den Kinderfreibetrag als auch den Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung umfasst, von 9.600 auf 9.756 Euro pro Kind erhöht. Das Kindergeld steigt für jedes Kind auf 259 Euro pro Monat, was eine Erhöhung von 4 Euro darstellt. Unverändert bleibt die Einkommensgrenze für den Bezug von Elterngeld, die bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 175.000 Euro liegt, sowie die Höhe des Elterngeldes selbst. Für ehrenamtliche Tätigkeiten wird die Ehrenamtspauschale, die dazu dient, freiwillige Arbeit in Vereinen und anderen Einrichtungen zu honorieren, von 840 Euro auf 960 Euro pro Jahr erhöht. Diese Maßnahmen heben die Unterstützung für Familien und ehrenamtliches Engagement hervor.

Energie und Umwelt: Öl und Gas werden teurer

Im Bereich Energie hat der CO2-Preis ab Januar 2026 eine höhere Bedeutung, da er erneut ansteigt. Dies führt zu einer Verteuerung beim Tanken und Heizen mit Öl oder Gas. Dabei ist zu beachten, dass der CO2-Preis künftig nicht mehr festgelegt, sondern durch die Versteigerung von CO2-Zertifikaten marktbasiert gebildet wird. Ein Preis-Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2 wurde festgelegt, was darauf abzielt, den klimaschädlichen Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und die deutschen Klimaschutzziele zu erreichen. Diese Maßnahme steht im Kontext des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit.

Fazit

Die Änderungen, die 2026 in Kraft treten, betreffen einen breiten Bereich der sozialen, steuerlichen und umweltpolitischen Maßnahmen. Sie sollen die finanzielle Situation der Bürgerinnen und Bürger verbessern, den Verbraucherschutz stärken und zur Erreichung von Klimazielen beitragen. Die Maßnahmen sind darauf ausgelegt, sowohl individuelle Einkommensperspektiven zu optimieren als auch nachhaltige Entwicklungen in der Gesellschaft voranzutreiben.