Übernahme durch BioNTech: Ein neuer Schritt in der Unternehmensentwicklung

Im Dezember 2025 sicherte sich BioNTech die Mehrheit an CureVac, indem es 86,75 % der ausstehenden Aktien erwarb. Dieser Schritt markiert einen entscheidenden Wendepunkt für die CureVac AG, deren eigenständige Tätigkeit an der Börse nun weitgehend beendet ist. Das Unternehmen erfährt nun eine Transformation, die nicht mehr von den Erwartungen an zukünftige mRNA-Produkte oder Forschungsfortschritten bestimmt wird, sondern vielmehr von den erforderlichen rechtlichen und administrativen Verfahren, die mit der Übernahme verbunden sind. Die kommenden Schritte konzentrieren sich insbesondere auf die Zwangsabfindung der verbleibenden Aktionäre sowie auf die bevorstehende Entfernung der CureVac-Aktie vom Markt. Damit geht eine Phase zu Ende, die seit Jahren von Hoffnungen auf erfolgreiche Produktentwicklungen geprägt war.

Eckpunkte der Transaktion sind transparent gestaltet. So wurde das Übernahmeangebot spätestens bis zum 18. Dezember 2025 abgeschlossen, was BioNTech die Möglichkeit gibt, die Integration von CureVac voranzutreiben. Die nun verbleibenden Aktionäre von CureVac stehen vor der Herausforderung, sich auf die anstehenden Änderungen einzustellen. Innerhalb dieser Konstellation stellt sich die Frage nach den zukünftigen Bedingungen für die Minderheitsaktionäre und ob der Ausstieg aus der Investition unter den gegebenen Umständen von Vorteil sein könnte.

Detailierung der abzuwickelnden Aktienübernahme

Im Zuge der Übernahme sind die verbliebenen 13,25 % der CureVac-Aktien von einer Zwangsabfindung betroffen, die für Januar 2026 geplant ist. Da BioNTech bekannt gegeben hat, dass alle verbleibenden Aktien auf sie übertragen werden, müssen die bisherigen Minderheitsaktionäre mit einer festgelegten Barabfindung rechnen. Dieser Prozess der Zwangsabfindung wird entscheidend für die Liquidität der CureVac-Aktie sein und könnte zu einem weiteren Rückgang des Handelsvolumens führen. In den letzten Handelstagen des Jahres 2025 zeigt sich bereits ein Rückgang der Liquidität. Die intensive Phase der Arbitragegeschäfte und der strategischen Umschichtungen institutioneller Investoren ging den letzten Kursschwankungen voraus. Innerhalb des Prozessablaufs herrscht die Unsicherheit, inwiefern die Barabfindung den verbleibenden Aktionären zugutekommen wird.

Aktuell verändert sich der Kurs der CureVac-Aktie vor dem Hintergrund der Übernahmebedingungen. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 4,52 US-Dollar, was über dem 52-Wochen-Tief, aber deutlich unter dem Höchststand von Juni 2025 liegt. Dies unterstreicht die Unsicherheiten und die schwankenden Marktbedingungen, die durch die Übernahme bedingt sind.

Kursentwicklung: Technische Faktoren dominieren

Die Kursbewegungen von CureVac sind zur Zeit vorrangig durch technische Faktoren und die bevorstehenden Übernahmeprozesse geprägt. Operative Nachrichten spielen keine maßgebliche Rolle mehr enge Kursbewegungen resultieren primär aus dem Status der Übernahme. Drei zentrale Einflussfaktoren sind dabei zu unterscheiden: Die konzeptionelle Ausgestaltung und Umsetzung des Squeeze-out, die verbleibenden Hoffnungen oder etwaige Abschläge in Bezug auf die Abfindung sowie technische Aspekte wie die abnehmende Liquidität und kurzfristige Spekulationen. Die Schwankungen, die in den letzten Handelstagen beobachtet wurden, reflektieren weniger eine neue fundamentale Betrachtung des Unternehmens, sondern eher eine Abwanderung spekulativen Kapitals, während die finale Abwicklung im Vordergrund steht.

Künftige Perspektiven: Das Ende einer Wachstumsstory

Für die Marktteilnehmer und insbesondere für die Aktionäre von CureVac ist derzeit wenig Klarheit über die Zukunft des Unternehmens gegeben. Die Übernahme durch BioNTech führt dazu, dass CureVac nicht mehr als unabhängige Entität wahrgenommen wird. BioNTech übernimmt nicht nur die technologischen Ressourcen, sondern auch die Plattform zur Entwicklung und Produktion von mRNA-basierten Impfstoffen und Therapien. Für die verbleibenden Aktionäre hat sich die Ausgangslage von einer potentiellen Wachstumsstory hin zu einem reinen Abwicklungsszenario verändert. Die entscheidenden Faktoren liegen nun in den rechtlichen und organisatorischen Details der Zwangsabfindung sowie dem endgültigen Rückzug der Aktie vom Markt.

Fazit: Von Wachstumsstory zu Abwicklung

Die Übernahme von CureVac durch BioNTech leitet das Ende einer eigenständigen Stellung des Unternehmens an der Börse ein. Mit der Integration der mRNA-Plattform und weiteren Ressourcen in die Struktur von BioNTech wird visible, dass CureVac nicht länger als eigenständiges Wachstumsunternehmen agieren kann. Die damit verbundenen Herausforderungen für die verbleibenden Aktionäre sind nicht zu unterschätzen und erfordern eine akkurate Auseinandersetzung mit den kommenden rechtlichen Rahmenbedingungen.