Die CureVac-Aktie wird am 5. Januar 2026 letztmalig an der Nasdaq gehandelt, bevor die vollständige Integration in BioNTech erfolgt. Aktionäre sollten sich der steuerlichen Konsequenzen bewusst sein, die sich aus dieser Übernahme ergeben.

Der Zeitplan für das Delisting

Das Delisting von CureVac ist nun offiziell datiert. Laut einer Mitteilung der Nasdaq findet der letzte Handelstag am Montag, dem 5. Januar 2026, statt. Damit endet eine fast fünfjährige Geschichte des Unternehmens an der Nasdaq. Nach dem nachbörslichen Handel, der voraussichtlich gegen 19:50 Uhr US-Ostküstenzeit abgeschlossen wird, wird die Notierung ausgesetzt. Diese Maßnahmen leiten die finale Phase der Übernahme durch BioNTech ein, die für den 6. Januar geplant ist.

Die Übernahme, die bereits am 18. Dezember 2025 mit der Beendigung des Umtauschangebots durch BioNTech begann, hat zur Annahme von etwa 86,75 Prozent der im Umlauf befindlichen CureVac-Aktien geführt. Dies entspricht rund 195 Millionen Anteilen, die im Rahmen der Transaktion umgetauscht werden. Aktionäre sehen sich nun einem kritischen Countdown gegenüber, da das Halten der Aktien steuerliche Nachteile mit sich bringen kann.

Umtauschverhältnis und steuerliche Folgen

Für diejenigen Aktionäre, die ihre CureVac-Aktien weiterhin halten, gestaltet sich die Situation kompliziert. Es wurde ein Umtauschverhältnis von 0,05363 BioNTech-ADRs für jede CureVac-Aktie festgelegt, basierend auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs von BioNTech im November 2025. Aktionäre, die während der Angebotsfrist nicht reagierten, müssen sich nun auf den sogenannten „Compulsory Acquisition Process“ einstellen. Dabei werden die verbliebenen Aktien zwangsläufig umgetauscht, was zu einem wesentlichen Nachteil führen kann. Diese Aktionäre, die die Aktien erst zum späteren Zeitpunkt erhalten, unterliegen in der Regel einer niederländischen Quellensteuer von 15 Prozent auf DividendenDividendenrendite Die Dividendenrendite gibt an, wie viel Prozent des aktuellen Aktienkurses ein Unternehmen pro Jahr als Dividende ausschüttet. Sie dient Investoren als Kennzahl, um die Attraktivität einer Aktie hinsichtlich regelmäßiger Ausschüttungen zu bewerten. Eine höhere Dividendenrendite kann auf eine starke Ausschüttungspolitik hinweisen, muss aber immer im Kontext von Unternehmenslage, Kursentwicklung und Nachhaltigkeit der Dividende betrachtet werden. #Dividendenertrag #Dividendenquote #Dividend-Yield #Ausschüttungsrendite. diesen steuerlichen Nachteil konnten Aktionäre vermeiden, die frühzeitig am Umtauschangebot teilnahmen.

Zusammengefasst bedeutet dies, dass jedes Zögern beim Umtausch der CureVac-Aktien für Aktionäre mit zusätzlichen finanziellen Belastungen verbunden sein kann. Eine gründliche Planung und rechtzeitige Entscheidungen sind daher für die verbliebenen Investoren von essenzieller Bedeutung.

Reaktionen am Markt und Management-Umbau

Die CureVac-Aktie fand am letzten Handelstag einen Schlusskurs von 4,52 USD und zeigt seither eine enge Korrelation zur Notierung von BioNTech. Diese Entwicklung reflektiert das bestehende Umtauschverhältnis und wird stark durch Arbitrage-Strategien von institutionellen Investoren beeinflusst. Der Arbitragehandel nutzt die minimalen Preisdifferenzen zwischen dem gegenwärtigen Marktwert von CureVac und dem berechneten Übernahmewert durch BioNTech aus. Angesichts des Rückzugs von CureVac aus den wichtigen Börsenindizes hat der Indexanbieter Solactive die Aktie bereits am 24. Dezember 2025 aufgrund des gesunkenen Streubesitzes unter 15 Prozent aus bedeutenden Indizes entfernt.

Zusätzlich haben sich auch auf Führungsebene Änderungen ergeben. Mit dem Abschluss der Übernahme haben die bisherigen Vorstände ihre Positionen aufgegeben. Das neu gebildete Management besteht nun unter anderem aus BioNTech-CEO Prof. Dr. Ugur Sahin sowie Dr. Sierk Poetting, was die Integration weiter vorantreibt.

Integration der Pipeline

Finanziell stabilisiert geht CureVac in die Fusion mit BioNTech. Dank einer Einmalzahlung von 370 Millionen US-Dollar aus Patentstreitigkeiten war das Unternehmen im dritten Quartal 2025 in der Lage, einen Nettogewinn von 273,2 Millionen Euro zu verbuchen. Diese Liquidität ist entscheidend für den reibungslosen Übergang in die neue Unternehmensstruktur. Mit dem Vollzug der Übernahme am 6. Januar 2026 endet die eigenständige Ära von CureVac an den öffentlichen Märkten. Der Fokus wird sich vollständig auf die Integration ihrer klinischen Kandidaten in die Pipeline von BioNTech verlagern, insbesondere im Bereich der Krebsimmuntherapien gegen Glioblastome und Lungenkrebs. Die Verarbeitung bestehender und neuer Therapien wird eine zentrale Rolle im zukünftigen Erfolg des fusionierten Unternehmens spielen.

Fazit: Relevante Veränderungen für Aktionäre

Die bevorstehende Übernahme von CureVac durch BioNTech bietet sowohl Herausforderungen als auch Chancen für die verbliebenen Aktionäre. Die klare Kommunikation bezüglich des Zeitplans und der steuerlichen Implikationen ist essenziell für die zukünftige Strategie der Investoren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Integration der Unternehmensstrukturen entwickeln wird und welche Wirkung dies auf die zukünftigen Aktienkurse haben wird.